Am Donnerstag hat unsere vorerst letzte Chorprobe stattgefunden, bevor ab dem 2. November die strengeren Kontaktbeschränkungen für Treffen "im öffentlichen Raum" in Kraft getreten sind und wir deshalb wieder eine Pause einlegen müssen. Ein guter Zeitpunkt, um eine Bilanz nach den 10 Chorproben seit Ende August mit jeweils um die 22 Sängerinnen und Sänger zu ziehen. Obwohl etwa zehn weniger als in Vor-Corona-Zeiten kamen, war das für das Volumen des vierstimmigen Gesangs kein Problem, weil sich die Anwesenden ziemlich gleichmäßig auf die SATB-Stimmlagen verteilten.
Mit unserem Proberaum, dem Antoniussaal der Schützenhalle, haben wir geradezu ideale Voraussetzungen für das Singen mit Sicherheitsabstand von 2 m nach allen Seiten und für gutes Lüften. Gleichwohl sind wir uns dessen bewusst, dass für unsere Chormitglieder mit einem Durchschnittsalter von 72 Jahren, insbesondere für die 20 Aktiven mit 75 Jahren und älter, ein nicht zu unterschätzendes Restrisiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Deshalb fällt es uns leicht, den aktuellen Einschränkungen zuzustimmen.
Fazit: Es geht doch ganz gut mit dem Singen auf Distanz. Die Abstände sorgen dafür, dass jeder viel eigenständiger singen lernt als auf Tuchfühlung. Außerdem verteilt sich der Klang im Raum noch besser, alles klingt insgesamt voller, die Intonation ist sauberer. "Ihr seid von Probe zu Probe besser geworden, richtig gut", freut sich der Chorleiter. Dennoch will niemand dauerhaft auf die Nähe verzichten, die nun mal unverkennbar zum Chorsingen gehört.
Franz Disse